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Die Objekte am Himmel

Unser Sonnensystem

Es gibt nicht nur Deep-Sky, auch wenn da mehr los zu sein scheint, auch unser Sonnensystem bietet eine ganze Menge, was man sehen kann.

Einen Größenvergleich verschiedener Objekte im All findet ihr hier: Größenvergleich

Sonne

Da gibt es einmal die Sonne, mit ihren Flecken, den Protuberanzen (kleine bis gigantische Ausbrüche auf der Oberfläche), der Granulation (Die Ozeanwellen im Gasmeer der Sonne), und viel mehr zu sehen. Sonnenbeobachtung und Fotografie ist gar nicht so schwer. Alles was ihr braucht ist ein Filter. Und den Rest den ihr habt (Fernglas, Kamera, Teleskope usw.) Der Filter (Folie, Glas, ab 20 €) wird lichtdicht am bzw. VOR dem Teleskop angebracht, und schwächt das Licht auf etwa ein 1000tel ab. Es gibt noch zig andere Möglichkeiten, dies ist die einfachste. Es gibt noch Spezialteleskope die nur bestimmte Abschnitte aus dem Lichtspektrum durchlassen und dadurch ein noch besseres Bild liefern. (Google liefert unter den Stichworten H-alpha, PST, oder Weißlicht einige Informationen zum Thema). Und auch wieder hunderte Filterarten usw.

Ich empfehle die Technik die ihr habt. Und dazu einen Filter aus der Baader-Sonnenfolie. Reicht vollkommen aus. Es gibt Sonnenfilter die man in Okulare schrauben kann, klar, kleiner ist preiswerter, aber was sind euch eure Augen wert? Diese Filter können sich aufheizen, und platzen, und dann kommt das Licht der Sonne, durchs Teleskop noch verstärkt, direkt an eure Augen. Innerhalb von Sekundenbruchteilen seid ihr blind, und das im besten Fall für immer. Finger weg davon. Nur Filter verwenden die VOR die Optik kommen! Und diese dann lichtdicht, und windsicher anbringen!

Schaut nie ohne zweckgemäßen Filter direkt in die Sonne! Schon gar nicht mit lichtverstärkenden Optiken. Feldstecher, Teleskope, ja nicht mal durch die Kamera.

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Sonnenfleck
Sonnenfleck

Mond

Dann das nächstdunklere nach der Sonne: der Mond. Unser Begleiter ist immer wieder einen Schnappschuss, oder einen Blick wert. Schon mit einem einfachen Fernglas, oder preiswerten Teleskop kann man da seine Freude haben. Auch hier kann es hell werden, und anstrengend, wenn nicht gar gefährlich für die Augen. Wenn ihr ein schnelles Teleskop habt, d.h. eins mit einem kleinen Öffnungsverhältnis (siehe Technik -> Teleskope), dann solltet ihr Graufilter verwenden. Gibt es bei jedem Astrohändler und kann wirklich sinnvoll sein. Denn bei langen Betrachtungen kann es vorkommen, das das im Teleskop doch sehr helle Licht Schaden verursacht.

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mond

Planeten/Kleinplaneten

Mittlerweile haben wir noch 8 Planeten (Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun), Pluto ist ja keiner mehr. Und einige tausend Kleinplaneten, und zwei Asteroidengürtel, einmal zwischen Mars und Jupiter, und einmal hinter Pluto draussen. Das meiste von diesen ganzen Objekten ist zu klein, als das wir es sehen könnten, manche Planeten und Kleinplaneten kann man gar nicht, oder nur als schwachen Stern wahrnehmen. Andere jedoch strahlen sehr hell, und sind schon mit kleinem Equipment zu beobachten, oder zu fotografieren. Die vier am besten zu beobachtenden sind Jupiter, Saturn, Mars, und Venus, die letzen beiden weil sie so nah an uns dran sind, die anderen beiden weil sie so groß sind. Die Venus kann man oft ähnlich dem Mond beobachten, also als Halb-Venus, oder als Sichel, weil sie zwischen uns und der Sonne ist. Was auch dazu führt, dass man sie auch mal vor der Sonne sehen kann, so etwas nennt man Sonnentransit, und es kann euch auch mit der ISS passieren.

Der Mars ist in größeren Optiken schon schön als orangene Kugel mit ein paar Details und einer weißen Polkappe zu beobachten. Der Saturn ist in kleinere Optiken ein kleiner Kreis mit Ohren, und in größeren erkennt man schön zwei Ringe (eigentlich hat er ja mehr, aber die sind so nah beieinander, dass man nur zwei erkennt, die von der sogenannten Cassini-Teilung getrennt sind). Der Jupiter macht schon im feldstecher Spass, man erkennt die relativ große Scheibe, und die vier größten Monde (die restlichen werdet ihr mit normalen Optiken nicht sehen). In größeren Teleskopen werdet ihr die Wolkenbänder und die (mittlerweile schon 2) roten Flecken sehen können.

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Saturn
Der Saturn

Andere "Phänomene"

Es gibt noch eine Reihe mehr zu sehen im Sonnensystem. Da gibt es Meteore (Sternschnuppen) die auf uns herniederprasseln (Teleskop ist da reicht sinnfrei). Besonders um den 12. August jedes Jahr. Da kommt ein Schwarm scheinbar aus den Perseiden, und beschert uns etwa eine Sternschnuppe pro Minute. Und ganz interessant sinde die großen Besucher, die Kometen, da gibt es auch unzählige, manche kommen oft, andere einmal in mehreren tausend Jahren, manche auch nur einmal.

Und dann gibt es noch die von uns selbst gemachten Himmelserscheinungen. Dazu gehören unsere Raumstation (ISS), und eine Menge Satelliten. Besonders interessant sind da die Iridium-Satelliten, die auf Lanzeitaufnahmen richtige schöne Strichspuren hinterlassen, weil sie mit reflektierenden Antennen durchs Sonnenlicht fliegen, das gibt dann eine Strichspur auf dem Bild, die an den Enden dünner scheinen als im hell erleuchteten Zentrum. (Mehr Infos zu den Satelliten, und wie ihr sie aufnehmen könnt findet ihr bei Bildaufnahme -> Stehende Kamera 2)

Auch astro-verwandt, wenn auch hier entstanden sind Wetterphänomene. Etwa Polarlichter (Ein Ionensturm von der Sonne, der in unserer Athmosphäre illuminiert wird), oder Sonnenhunde (Nebensonnen, enstehen wenn sich das Sonnenlicht in höheren Luftschichten in Eiskristallen spiegelt und bricht), Regenbogen, verschiedene Wolkenformen und und und... Alles sehr interessant, aber auch leicht zu fotografieren, das geht meistens mit einfachen Fotos aus der Hand, also werde ich das nicht behandeln hier.

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Sonnenhunde
Nebensonnen

 


 

Deep Sky

Alles was ausserhalb unseres Sonnensystems ist, wird Deep Sky (tiefer Himmel) bezeichnet.

Da gibt es eine Menge zu sehen.

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Sternbilder

Das kennt jeder, schon alleine aus der Tageszeitung, dem Horoskop. Da sind die 12 Tierkreiszeichen zu finden, und ja, die gibt es wirklich, der Tierkreis hat aber eigentlich 13 Sternbilder, das 13. ist der Schlangenträger.

Ansonsten gibt es noch eine Menge anderer, die nicht zum Tierkreis gehören. Namhafte sind zum Bespiel der große und kleine Wagen (bzw. Bär), die Kassiopeia (Das Himmels-W), der Orion usw.

Die machen Spass mit dem Fernglas, und machen auch auf Fotos was her, wenn man sie richtig ablichtet, dazu im passenden Kapitel mehr.

Sterne in Sternbildern gehören nicht wirklich zusammen, auch wenn es so aussieht. Neben Breite und Höhe gibt es auch noch die Tiefe, und die passt selten... Deshalb würden Sternbilder von weit entfernten Orten im Sonnensystem komplett anders aussehen, Stellt euch ein Haus vor, das hat auch die drei Dimensionen, wenn ihr von links kuckt, seht ihr auch nicht die Front, sondern die linke Seite. Jetzt denkt ihr euch alles in dem Haus weg, auch die Mauern, und lasst nur die Lampen da (ja die schweben jetzt frei im leeren Raum) stellt euch vor ihr geht drum herum... Jetzt wirds klar, oder? :)

Schön ist das in dieser Grafik zu erkennen:

cas2
Danke an Benny Hartman (taunus-astronomie.de) dafür

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Cassiopeia
Sternbild Kassiopeja
Bild aus dem Programm Stellarium

Sternhaufen

Da gibt es zwei Arten. Kugelförmige (kompakte) und offene. Kugelförmige Sternhaufen sind kompakte Sternpakete (zumindest sieht es von hier so aus, wenn man drin stecken würde wohl nicht mehr so). Und offene sind in etwa das zwischending zwischen Sternbildern und Kugelsternhaufen. Also kleinere, lose Gruppen von Sternen.

Die können teilweise auch lustige Formen aufweisen, z.B. gibt es einen der aussieht wie ein Kleiderbügel, und einen der wie ein Weinachtsbaum aussieht... Dieser Weihnachtsbaum ist sogar dekoriert, denn er liegt in einem Nebel :)

Viele Sternhaufen machen schon mit dem Fernglas, oder im Foto-Fall mit kleineren Brennweiten Spass. Da sie recht hell und verhältnismäßig groß sind.

Einer der bekanntesten ist wohl der haufen der "sieben Schwestern", die Plejaden, auch Siebengestirn genannt, den kann man schon mit blossem Auge sehen, auf guten Fotos sieht man einen schönen blauen Nebel, der die Sterne umhüllt (Maja Nebel)

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h&chi
Doppelsternhaufen H&X im Sternbild Perseus

Sterne / Doppelsterne

Für Fotos sind einzelne Sterne (wenn sie keine Haufen, oder bestimmte Bilder bilden) wohl eher uninteressant. Viele (Hobby-)Astronomen schauen sie sich jedoch gern an, und beobachten wie sie sich umeinander drehen, und miteinander interagieren.

Auf Fotos nur einen Stern, oder Doppelstern zu sehen ist sicher eher das Langweiligste was man in der Astrofotografie finden kann :)

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Galaxien/Milchstraße

Jetzt nehmen wir mal alles was vorher genannt wurde, und packen ganz viel davon zusammen. Also Sterne, Sternhaufen, ein paar Sonnensysteme, usw. Davon nehmen wir jetzt mal etwa 100 Millionen, und pappen das zusammen, schon haben wir eine Galaxie. Oft mit einem sehr Massereichen Zentrum, z.B. ein schwarzes Loch wie in unserer. Um dieses Zentrum dreht sich die komplette Galaxie. Und je nach Entstehung, und unseren Blickwinkel darauf können die Galaxien wie Teller, Seesterne, Zigarren usw. geformt sein.

Die Hellsten (auch die hellsten Sternhaufen usw.) findet man in bestimmten Katalogen. Wie zum beispiel dem NGC- oder dem Messier-Katalog. Das sind schöne Sammlungen, in denen dann auch die Helligkeit und die Größe der einzelnen Objekte angegeben ist, und von den Werten kann man dann ablesen, ob es sinnvoll ist, sie zu suchen, und zu beobachten/fotografieren. Mehr dazu beim Punkt "Zurechtfinden am Himmel"

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andromeda
Die Andromedagalaxie

Galaxienhaufen

Das ist eine Gruppierung von mehreren Galaxien, also nochmal eine Potenzierung. Der Virgo (Jungfrau) Cluster ist ein recht offener Galaxienhaufen, der noch gut mit einfachem Equipment abzulichten ist.

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Nebel

Nebel sind eine feine Sache. Und sie geben zusammen mit den Sternhaufen das meiste her auf Fotos. Sie sind interstellare Wolken aus Staub und Gas.

Manche Nebel sind eigentlich farblos, und reflektieren nur farbiges Licht von anderen Quellen (Sterne). Andere sind von sich aus farbig, ausser man beobachtet nur, dann sind sie meistens nur grau, und undeutlich. Das ist der Nachteil der visuellen Astronomie, aber dazu hab ich in der Einleitung schon was geschrieben.

Nebel entstehen auf verschiedenste Weisen, und sehen dementsprechend unterschiedlich aus.

Kompakte kleine Kugeln, oder große seltsam geformte Gebilde. Geburtsorte von Sternen. Oder Überreste von gestorbenen Sternen (Super Novae) bilden Nebel aus denen dann neue Sterne entstehen usw.

Wichtig ist nur:

Egal was ihr beobachtet, oder fotografiert: Es sieht nicht mehr so aus, wie auf dem Bild. Beispiel: Ihr macht ein Foto von einem Stern der 100 Lichtjahre oder noch mehr weit weg ist. Dann brauchte das Licht schon 100 Jahre um bis zu uns zu kommen. wer sagt, dass der Stern nicht vor 50 Jahren schon explodiert, oder gewachsen/geschrumpft ist? Mit jedem Blick in dem Himmel, betrachtet ihr Geschichte. Für Live-Bilder müsst ihr leider direkt hin :)

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orion
Der große Orionnebel