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Teleskope

Ich werde hier auf ein paar Arten von Teleskopen eingehen, aber bei weitem nicht auf alle. Nur auf die häufigsten Arten, die dann auch für die Fotografie oft angewendet werden.

Linsenteleskope

Refraktor

Refraktoren sind reine Linsenteleskope, man unterscheidet zwischen Zweilinsern (Galilei, Kepler, Fraunhofer) und Mehrlinsern (ED, APO, usw.)

Galileische Teleskope benutzen eine Sammellinse, und eine Zertreuungslinse (Mit Luftspalt dazwischen sind es Fraunhofer) und Kepler-Teleskope benutzen zwei Sammellinsen, die hintere sitzt dabei viel weiter zum Okular als die Sammellinse beim Galilei.

Mehrlinsige Systeme (zu denen dann auch die Foto-Objektive zählen) benutzen zusätzliche Linsen(Gruppen) um das Bildfeld zu ebnen, oder die Chromatische Aberration, also den Farbfehler, zu verringern. Teilweise auch um die Brennweite zu verändern, um die Bauform zu beeinflussen.

Für Foto sehr interessant sind Systeme mit ED-Gläsern (Extra Low Dispersion) die den Farbfehler verringern UND das Bildfeld ebnen, Pentax baut solche Geräte, und die sind sogar Tages-Fotografie-Tauglich.

 

 

refraktor

refraktor2
ED-Refraktor von Skywatcher
Bild von Wolfi

refraktor3
Fraunhofer Refraktor, Bild von Wolfi
refraktor4
Der oben erwähnte Pentax
Bild von Wolfi
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Spiegelteleskope

Newton und Cassegrain-Teleskope

Diese Zwei Typen arbeiten komplett ohne Linsen, sondern sie Benutzen Hohlspiegel um das Licht zu Bündeln, und Planspiegel um es weiter zu leiten.

Newtons leiten das licht vom Hauptspiegel wieder nach vorn, zum Fangspiegel, und der leitet es durch ein Loch nach aussen, an die Seite des Tubus. Daher kuckt man bei denen von seitlich vorne ins Okular.

Cassegrains leiten per Hauptspiegel das licht auch auf einen Fangspiegel zurück, der gibt das Licht jedoch gerade zurück. Im Hauptspiegel ist mittig ein Loch, durch das das Licht dann zum Okular gelangt, bei diesen Teleskopen schaut man von hinten durch. Dort ist der Fangspiegel auch nicht plan, sondern auch leicht gewölbt.

Fotografisch muss man bei diesen Systemen einen Komakorrektor einsetzen, um das volle Potential zu nutzen, wie beim Refraktor der Feldebner.

Bei beiden Systemen sitzt der Fangspiegel mittig im Tubus, und wird von 3 oder 4 Fangspiegelstreben gehalten. Die erzeugen an Sternen sog. Spikes, also werden die Sterne nicht punktförmig, sondern wirklich sternförmig (bei 3 Streben werden es 6 Spikes, bei 4 Streben werden es 4). Das kann gewünscht sein, wenn nicht sollte es ein Refraktor sein, oder eins der folgenden Teleskope.

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newton

cassegrain

newton2
Newton von Skywatcher
Bild von Wolfi

 


 

Kombinierte Linsen/Spiegelteleskope

Diese Teleskope werden mit zu den Spiegelteleskopen gezählt, sind aber mit Optischem Glas im Strahlengang ausgerüstet.

 

Maksutov-Cassegrain

Hierbei wird der sphärische Fehler von Kugelspiegeln (siehe Schmidt-Cass.) mittels einer Meniskuslinse ausgeglichen. Das kostet im Vergleich zum Schmidt-Cassegrain vor allem Gewichtsvorteile, die Linse ist weitaus schwerer als die Schmidt-Platte. Aber die Optische Leistung ist sehr gut. Und die Bauweise ist wie beim S.C. sehr kurz, was diese Bauarten sehr transportabel macht.

Allerdings hat man auch ein langsameres Öffnungsverhältnis.

mc

mak2
Maksutov Cass. von Intes
Bild von Wolfi

Schmidt-Cassegrain

Bei Schmidt Cassegrain Teleskopen, werden die Fangspiegelstreben durch eine spezielle Korrekturplatte ersetzt, einmal beugt man damit Reflektionen an den Fangspiegelstreben vor, und die Schmidt-Platte korrigiert den sphärischen Fehler von Kugelspiegeln, so müssen keine teuren parabolischen Spiegel verbaut werden.

Schmidt- und Maksutov-Newton

Bei diesen Systemen hat man auch eine Maksutov-Linse, oder eine Schmidtplatte, jedoch wird das licht nicht hinten durch ein Loch im Haupspiegel geleitet, sondern wie beim Newton nach vorne zur Seite raus, die Bilder dazu erspar ich euch, die könnt ihr euch denken :).

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sc

sc2
Schmidt Cassegrain von Celestron, das "C8"
Bild von Wolfi

 


 

Fotospezialisten

Astrograf

Astrografen sind Teleskope, die gleich mit einer Kamera ausgerüstet sind. Entweder wird da der Fangspiegel gleich durch eine spezielle CCD-Kamera ersetzt, oder anstelle eines Okularauszuges wird eine angebracht.

Vorteil dieser Systeme ist, dass man sich nicht mit Anschlüssen und Adaptern plagen muss, und dass sämtliche Teile aufeinander abgestimmt sind.

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Versuche

Katodioptrische Newtons, Newton mit Barlow-Element

Es gibt Versuche, mittels Korrekturlinsen die Bauweise zu verkürzen, Schmidt und Maksutov haben das ja vorgemacht. Jedoch gibt es auch versuche von Billigfirmen, so etwas noch preiswerter zu fabrizieren. Man sieht dann auch Geräte mit einer enormen Brennweite aber sehr kurzer Bauform. Und das noch zu einem sehr günstigen Preis.

Entweder durch eine Linse vorn, wie beim Maksutov, oder durch ein spezielles Barlow-Element im Okularauszug.

Die ganzen Systeme sind optisch schon für visuelle Zwecke kaum zu gebrauchen. Für Foto schon gar nicht.

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Weiteres (Teleskop-)zubehör wird dann in den jeweiligen Sektionen erklärt, wenn es gebraucht wird.