banner

Durchs Teleskop - Noch näher ran

Im Grunde genommen ist die Fotografie durch das Teleskop recht simpel.

Aber auch nur im Grunde :)

Wenn man sehr kurze Belichtungszeiten hat, für Mond oder Sonne etwa, dann reicht ein Teleskop auf irgendeinem Stativ, anschliessen, ausrichten, Spiegelvorauslösung an, und dann mit Fernauslöser, oder alternativ dem Selbstauslöser (um auf Zeit zum Ausschwingen zu kommen, falls das Stativ nicht zu stabil ist), loslegen.

Oder halt ne Webcam ran, und dann den Planeten durchs Bildfeld wandern lassen, oder nachgeführt aufnehmen.

Bei längeren Belichtungszeiten ist es auch nichts anderes als eine nachgeführte Kamera, also schaut da mal nach.

Ich erkläre hier nur kurz wie die Kamera ans Teleskop kommt.

Hier seht ihr ein Adapter, von 2 Zoll auf das EOS Bajonett.

Die 2 Zoll Seite kommt in den Okularauszug (der dann natürlich auch 2" haben sollte) und an die andere Seite wird das Kameragehäuse angeschlossen.

So wird aus dem Teleskop ein ziemlich großes Teleobjektiv.

Diese Technik nennt man fokale Projektion, da der Chip der Kamera (alternativ der Film) in den Fokus des Teleskopes gebracht wird.

Wenn es dafür schon einen so komplizierten Namen gibt, dann gibts sicher noch andere Möglichkeiten, oder?

Richtig. Die Afokale Projektion, oder Okularprojektion.

Wenn ihr keine Kamera habt bei der man das Objektiv abnehmen kann, so müsst ihr sogar so arbeiten.

Rechts seht ihr die Baader Digiklemme. Die simpelste Art zu einer solchen Verbindung zu kommen. Diese wird am Okularauszug befestigt, und nimmt dann eure Kamera auf. Die Kamera schaut dann wie euer Auge durch ein Okular ins Teleskop, und schon können die Bilder gemacht werden.

Unten seht ihr eine Adapterlösung, v.l.n.r. seht ihr: Okularauszug, Okular mit Adapterring, noch ein Adapterring, um auf das Kameragewinde zu kommen, und dann die Kamera.

Teurer als eine Digiklemme, aber auch Stabiler und leichter zu handhaben.

Und als letzte Möglichkeit für diesen Aufbau, die einfachste, und kostenintensivste. Ein Projektionsokular. Vorteil hier ist dass ein passender Augenabstand gegeben ist (bei billigen Okularen kann es sein dass die Kamera näher ran müsste, als physikalisch möglich ist) und dass man nur noch einen Adapterring braucht. Es sei denn das Gewinde passt zufällig an eure Cam.

Wenn ihr nur mal den Mond durchs Teleskop knipsen wollt, so reicht die Digiklemme, oder ihr haltet die Cam einfach vors Okular, ich hab so schon einige schöne Bilder entstehen sehen.

Wollt ihr es sinnvoll machen, und euch keine Spiegelreflex-Kamera kaufen, so wählt die stabile Variante.

Jetzt haben wir die wichtigsten Möglichkeiten zu fotografieren durch (Webcam, stehende Kamera und nachgeführte Kamera (durchs Teleskop, oder Piggy Back). Jetzt kommt der Teil der mindestens genauso viel Zeit in Anspruch nimmt. Die Bildbearbeitung.