Nodalpunkt

So wird lapidar das Optische Zentrum des Objektivs genannt, trifft es nicht ganz, aber würde jetzt zu weit führen :)

Ein Nodalpunktadapter (oder Panoramakopf) sorgt dafür, dass sich die Kamera aum den Nodalpunkt dreht, und nicht um sich selbst.

Warum das wichtig ist, und was das alles genau ist, darüber könnt ihr euch in meinem Panorama-Workshop informieren: Klick

-> nach oben

   

Objektive

Einfach gesagt: Das Glas vor dem Sensor, oder dem Film. Das projeziert ein Bild auf den Sensor/Film, indem es das von aussen einfallende Licht bündelt, und nach hinten jagt, seht dazu die Grafik unter SLR.

Bei Kompaktkameras sind diese fest montiert, und haben entweder eine Festbrennweite, oder einen bestimmten Zoombereich. (siehe Erklärung unten)

Bei DSLR und SLR's kann man diese Wechseln, klar dass es da auch wieder verschiedene gibt. Einige werde ich euch jetzt erklären:

Grundsätzlich gibt es zwei Arten.

Zoom (Z) und Festbrennweite (FB). Festbrennweite haben eine festgelegte Brennweite, Zooms können dahingehend beeinflusst werden. Also haben eine Brennweite mit Angabe von/bis. Der Zoomfaktor ist auch einfach zu berechnen, Endbrennweite durch Anfangsbrennweite. Ein Superzoom mit 17 bis 250 mm hat einen Zoomfaktor von 250 durch 17, also etwa 14,7. BeiKompaktkameras wird oft nur der Zoomfaktor angegeben, bei Objektiven für SLR oder DSLR nur die Brennweiten.

Ausser den zwei "Einschränkungen" gibt es noch mehr Arten:

Fisheye, ein Ultraweitwinkel welches eine extreme Bildwölbung erzeugt, hat aber einen enormen Bildkreis. Anwendungen gibt es viele, die meisten sind Bilder die keinen Wert auf perfekte Winkel legen, Fun-Portraits usw. In der Astrofotografie werden sie gern eingesetzt, auch die UWW's um möglichst viel Himmel auf den Chip zu bekommen. Es gibt sie als Z und FB.

UWW, Ultraweitwinkel, meistens im Brennweitenbereich zwischen 10 und 20 mm (bei APS-C Kameras), ab 14 mm bei Kleinbildformat. Haben wie Fisheyes einen enormen Blickwinkel, und man bekommt einfach mehr aufs Bild, Sinnvoll bei Landschaften und Architektur. Als Z und FB.

WW, Weitwinkel, etwas schmalere Bildkreis als UWW. Dafür einfacher herzustellen, und weniger anfällig für verzerrungen in den Randbereichen. Als Z und FB.

Normalobjektive, die Standardbrennweiten, Allrounder, bei APS-C etwa von 17-55 mm, bei Kleinbild meist 28-70 mm. Für die meisten Situationen ausreichend, und oft die sogenannten "Immerdrauf"-Objektive, also die meistgenutzten. Geben so gesehen das wieder was man mit dem Auge sehen kann. Als Z und FB.

Teleobjektive. Gegenüber den Normalobjektiven bilden diese Objektive alles etwas größer ab :) Bei APS-C gehen die schon bei etwa 55 bis 60 mm los, bei Kleinbild um die 85 mm. Sie reichen bis in ganz andere Bereiche, 300, oder 400 mm sind keine Seltenheit, und mit Telekonvertern kann man schon bis 1000 mm kommen. Man kann also auch sehr entfernte Sachen schön nah ranholen :)

Das war so das was man allgemein sagen kann, es gibt jedoch neben den Fish-Eyes noch speziellere Objektive. L-Objektive sind z.B. die "Luxury"-Serie von Canon, besser verarbeitet, und auch besser in der Leistung, demzufolge auch einen Tick teurer, als normale Objektive. Eine Erweiterung dieser L-Objektive, die es als Z und FB gibt, sind die sogenannten Super-Teles, das sind Festbrennweiten mit hohen Zahlen, aber niedrigen Blenden, sie sind immer L-Objektive, und haben z.B. 300 mm Brennweite, und eine Blende von 2,8, oder 500 mm Brennweite bei Blende 5,6 und sind FB. Dieses Öffnungsverhältnis kostet nicht nur Platz (große Linsen, die natürlich noch genauer berechnet werden müssen) sonder auch eine ganze Stange Geld. Das angesprochen 300/2,8 etwa bekommt man kaum unter 4000 € und das ist noch eins der günstigeren Super-Teles :)

Echte Exoten sind z.B. die Tilt/Shift-Objektive, die vor dem Bajonett verschoben und verknickt werden können, um perspektivische Verzerrungen zu vermeiden, bei Architekturaufnahmen und anderen Anwendungen, noch dazu kann man die Schärfeebene sehr genau festlegen, um damit spezielle Effekte zu erzielen. Spielereien mit der Schärfe kann man auch mit den sogenannten "Lensbabys", eine Art abgespeckter Shift-Objektive. Die relativ runde Schärfezonen im Bild erzeugen. T/S und Lensbabys sind FB. Den Schärfe/Unschärfe-Effekt von T/S-Objektiven kann man mittels EBV auch nachmachen, wie das geht, seht ihr hier: Klick.

Noch einen Exoten will ich euch nicht vorenthalten, die Spiegelteleobjektive. Dort wird das Licht über Spiegel weitergeleitet, um die Bauform zu verkürzen. Das hat fast nur Nachteile, der Hintergrund bekommt in den Unschärfen Kringel, die das ganze Bild unruhig wirken lassen, weil in der Mitte des Objektives vorne ein Fangspiegel sitzt der das Licht weiterleitet, aber dadurch wird halt das Bild nicht durch eine richtig runde Linse geleitet, wie bei normalen Objektiven, sondern eher durch einen Glasring, in der Mitte bleibt es dunkel. Dieser Fangspiegel nimmt auch nochmal Licht weg. Was bei einem Spiegeltele mit dem Öffnungsverhältnis f/8 eher ein f/11 macht. Also dunkler, und hässlicher, noch dazu wird das Bild matschig... es hat nur einen Vorteil, man bekommt sie ab 150 €... aber will man das?

-> nach oben

 
   

Öffnungsverhältnis siehe -> Blende, Lichtstärke

-> nach oben